Verlässlich und Folgsam?

Labrador Retriever, Beagle, Martin Erhartt Hundetraining, Hundeschule, HundetrainerEs steht außer Frage, dass das Zusammenleben von Mensch und Hund für beide Seiten angenehm und harmonisch ablaufen sollte. Dazu gehört natürlich, dass der Hund ein verlässlicher und folgsamer Begleiter ist. Aber was ist denn verlässlich und folgsam…?
Da hat natürlich jeder andere Ansprüche an seinen Hund und diesen passe ich mich als Trainer an. Ich werde meinen Kunden niemals vorschreiben, was ihr Hund zu tun oder zu lassen hat. Was im Training passiert und was gelernt und trainiert wird, ist die Entscheidung des Hundehalters. Die Tipps und Trainingsideen um das gewünschte Trainingsziel zu erreichen, kommen von mir.

Nachhaltig und Fair

Positives Training mit klaren Regeln und auch Grenzen – ohne dem Hund psychische oder physische Schmerzen zuzufügen – ist meine Trainingsphilosophie. In meinem Hundetraining gibt es kein wildes Gerucke an der Leine, Alphawürfe, Leistenkicks oder ähnliche aversive Trainingsmethoden. Ich trainiere lieber etwas länger und dafür nachhaltig und fair gegenüber dem Tier.
Viel zu oft sehe ich, wie aversives Training – welches den scheinbar schnellen „Erfolg“ brachte – auf einmal sehr problematische Verhaltensweisen unserer Vierbeiner zu Tage fördert. Außerdem zerstört Gewalt und Einschüchterung das Vertrauen und die Beziehung zwischen uns und unseren Hunden. Das soll und darf nicht sein.

 

Gegenseitiger Respekt und Vertrauen

Warum muss der Hund denn auch mit ein paar Monaten schon der perfekte Begleiter sein? Geben wir den Tieren doch Zeit zu lernen und nehmen wir uns die Zeit unsere Hunde kennen und lesen zu lernen, dann werden wir in Zukunft auch entspannt miteinander durchs Leben gehen können.
Die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Training sind Respekt und Vertrauen zwischen Hund und Besitzer. Wenn wir erwarten, dass uns unser Hund vertraut und respektiert, dann müssen auch wir dem Hund Respekt und Vertrauen entgegenbringen. Eine Mensch-Hund-Beziehung sollte keinesfalls den Charakter „Kommandant vs. Untergebener“ haben, sondern vielmehr einen partnerschaftlichen Ansatz. Wenn ich meine Hunde ständig unterdrücken, kommandieren und maßregeln müsste, hätte ich keine Lust mehr Hundebesitzer zu sein. Ich lebe MIT meinen Hunden, nicht GEGEN sie. So ist es auch wichtig mal alle 5 gerade sein zu lassen und dem Hund zu ermöglichen einfach nur Hund zu sein.

Je liebevoller die Basis, desto besser die gesamte Mensch-Hund-Beziehung

Ohne einer guten Beziehung zu uns und einer festen Bindung, wird sich unser Hund auch nicht auf uns verlassen können oder uns in schwierigen Situationen vertrauen. Unsere Hunde sollen nicht nur Regeln & Grenzen kennen, sondern auch wissen zu wem sie gehen müssen, wenn sie mit einer Situation nicht klar kommen…. nämlich zu uns. Weg von diesen Rangordnungsstrukturen, Rudelführer- und Dominanztheorien. Wir bilden kein Rudel mit unseren Hunden, sondern vielmehr eine Lebensgemeinschaft. Macht euch keine Sorgen, wenn euer Hund auf dem Sofa liegt oder zu euch ins Bett darf: er wird deshalb nicht die Weltherrschaft an sich reißen. Umgekehrt ist es genauso kein Problem, wenn euer Hund nicht ins Bett oder auf die Couch darf.

Das perfekte Trainingskonzept gibt es nicht

Sucht euch einen Trainer der auf eure Bedürfnisse eingeht und die Stärken und Schwächen eures Hundes erkennt. Scheut euch nicht davor, nach Ausbildungen des Trainers zu fragen. Das Hundetrainergewerbe ist in Österreich nicht reglementiert und es wird für diesen Beruf auch leider kein Befähigungsnachweis benötigt.
Zum Glück gibt es aber – neben so manchen schwarzen Schafen – auch genügend Trainer, die viel Zeit und Geld in theoretische und praktische Ausbildungen investiert haben. Keine Frage, dass Erfahrung ein sehr wichtiger Punkt ist, aber ohne eine fundierte Ausbildung fehlt einfach der wissenschaftliche Background, welcher in meinen Augen einfach unerlässlich ist.
Manche Trainer werben mit ihrem perfekten Konzept…das perfekte Trainingskonzept GIBT ES NICHT. Es muss immer auf das jeweilige Team abgestimmt und angepasst werden und wenn ihr euch nicht 100%-ig wohl bei eurem Trainer fühlt – unabhängig davon wie kompetent er scheinen mag oder es sogar tatsächlich ist – dann sucht euch jemand anderen. Denn wenn ihr euch nicht voll und ganz auf den Trainer einlassen könnt, ist das Training bereits im Vorhinein schon zum Scheitern verurteilt. Seid euch immer bewusst, dass der Trainer euch im Endeffekt nur Werkzeug an die Hand gibt…benutzen müsst ihr dieses dann selbst. Regelmäßiges Training mit langsam steigendem Schwierigkeitsgrad ist unerlässlich.

Und als Schlusspunkt möchte ich hinzufügen: Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis ans Ende seiner Tage! Lasst es also zu, auch von euren Hunden zu lernen – so wie auch sie von uns lernen!
Liebe Grüße Martin Erhartt

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